Hinweis: Diese Seite ist auch auf russisch verfügbar. Klicken Sie hier, um zur russischen Seite zu gelangen.

Initiative: 30 Jahre Tonarchiv nachsowjetischer Wandel Aufruf für ein Archiv-Projekt: 30 Jahre O-Ton zum nachsowjetischen Wandel

30 Jahre Gespräche in Rußland und Eurasien.

Situationen, Hintergründe, Analysen über

Transformation und Zukunft

 

Ich suche:

Interessenten, Unterstützer, Förderer

für die Umwandlung meines umfangreichen Tonarchivs (russisch)

in einen öffentlich nutzbaren Forschungs-Fundus:

Kontakt:

Im Zuge meiner Forschungstätigkeit zur nachsowjetischen Transformation habe ich in der Sowjetunion, danach Russland und in der Mongolei seit Mitte 1980 mehr als 1500 Gespräche zur Frage der nachsowjetischen Transformation gesammelt. Das sind Gespräche quer durch alle sozialen Schichten und an sehr vielen verschiedenen geografischen und sozialen Orten. Mit einigen Personen habe ich wiederholt und regelmäßig über mehrere Jahre gesprochen, so dass ganze Untersuchungskomplexe und wissenschaftliche Biografien an ihnen zu erkennen sind; andere Gespräche sind einmalig und situationsgebunden und haben eher dokumentarischen Charakter.

   Die meisten Gespräche sind in russischer Sprache geführt, einige auch in deutscher. Alle sind nach Ort und Zeit katalogisiert, der größte Teil ist mit Stichworten inhaltlich erfasst (streckenweise auch in meiner Publizistik, Bücher, Radio-Features uä. übersetzt und zitiert), ein kleinerer Teil ist voll übersetzt und von diesem Teil wiederum einiges veröffentlichungsreif durchkorrigiert (bzw. auch veröffentlicht). Das heißt, zu den Gesprächen, bzw. Gesprächsituationen gehören entsprechende Listen mit Angaben zu Ort und Zeit der Gespräche, zu teilnehmenden Personen und den Inhalten, die ein Auffinden von Inhalten nach Stichworten ermöglichen und von mir selbst dazu geschriebene Tagebuchnotizen und Hintergrundanalysen. (Seit 1997 liegt ergänzend zu vielen Ton-Aufnahmen auch noch Video-Material vor, außerdem begleitendes schriftliches Material aus den jeweiligen Gesprächssituationen, ebenfalls über Jahre gesammelt).

   Dieses Archiv ist der Fundus, aus dem ich selbst arbeite. Es umfasst alle Typen an Informationen von lebendigen, athmosphärischen Situationsskizzen bis hin zu analytischen theoretischen Erörterungen prinzipieller Fragen des nachsowjetischen Wandels und dessen Folgen aus der Sicht und im Gespräch mit den von diesen Prozessen Betroffenen. Ich will dieses Archiv selbstverständlich nicht abgeben; ich suche vielmehr Menschen, bzw. auch Institutionen, die a) wissenschaftliches Interesse an der breiteren, systematischen und gemeinsamen Nutzung der in diesem Archiv enthaltenen Daten haben und b) interessiert und bereit sind, bei der Erhaltung, der technischen Verfügbarmachung und der absehbaren Erweiterung der Bestände zu helfen. (Sie müssen tendenziell, da auf Kassette aufgenommen, digitalisiert werden)

   Die einfachste Variante einer Unterstützung wäre die Schaffung eines Rahmens, der es ermöglichen würde, gezielt Kräfte (seien es meine eigenen oder – noch besser – über meine eigenen hinaus auch weitere Mitarbeiter/innen) für die systematische Vervollständigung; Katalogisierung, Übersetzungen und Präsentation und analytischen Auswertung der Gespräche (und des begleitenden Materials) und deren öffentliches Angebot in digitaler Form und Systematik einzusetzen. Ich denke, dass mit dem Grundstock des vorhandenen Materiales ein Archiv zur Frage der sowjetischen  und nachsowjetischen Transformation aufgebaut werden könnte, das für die empirische Forschung zu den nachsowjetischen Veränderungen sehr nützlich und anregend sein kann.

 Mit freundlichen Grüßen,

Kai Ehlers                                                                                       Kontakt

 

 

Schlagwörter: Gespräche, O-Ton-Archiv, Perestroikaarchiv, Russland