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Eurasia

Nach drei Monaten Reise-Recherche, die mich durch Russland in die Mongolei, von dort nach China und wieder zurück nach Russland und entlang der russisch-chinesischen Grenze bis nach Wladiwostok geführt hat, möchte ich Ihnen neue Themen für Vorträge, Seminare, Workshops vorschlagen. Aus Gründen Ihrer und meiner Ökonomie gebe Ihnen nur Stichworte und ordne die Vorschläge der Einfachheit halber entlang der Frage und entlang der Route, auf der ich unterwegs war. Sie lautete: Wie weit reicht Europa? Und: Gibt es eine stille Invasion Chinas über die Grenzen in die Gebiete seiner nördlichen und westlichen Nachbarn? Und schließlich: Gibt es Alternativen zum gegenwärtigen Lauf der sogenannten Globalisierung?
Konkretisierungen der Themen oder Erweiterungen – auch über die angesprochenen Themen hinaus – können wir gern und ausführlich mündlich vornehmen.

1. Kasan – 3. Hauptstadt Russlands? Das Thema beinhaltet die Entwicklung des russischen Föderalismus aus der Dynamik der Position Kasans, der Hauptstat Tatarstans im Zentrum Russlands und Euroasiens. Darin enthalten sind u.a. folgende Einzelthemen:
– Tatarstan gegen Putin – Exemplarischer Kampf um die Föderalisierung Russlands.
– Islam in Russland: Modell der Koexistenz, Bezugspunkt für die GUS und Alternative zu Tschetschenien?
– Konföderation „Idel-Ural“, Wolga-Ural – Kampf um die Rechte der nicht-russischen Minderheiten und kleinen Völker Russlands.
– Euroasien der Völker – Alternativen zu russisch-europäischen Visionen russischer und europäischer Rechter.
Basis: Gespräche mit in tatarischen und tschuwaschischen Nationalisten, moslemischen Geistlichen, Regierungsvertretern, Soziologen, diversen NGOs und Privatpersonen.

2. Mongolei – Schweiz Asiens? Hier geht es um die Mongolei als Katalysator einer multipolaren Alternative Asiens im Prozesse der Globalisierung. Darunter fallen u.a. folgende Einzelthemen:
– Zwerg zwischen Giganten – Mongolias eigener Weg der Neutralität im Dreieck zwischen Russland, China und dem Orient.
– Innere Mongolei: Autonomie und Chinesisierung.
– Altai – globale ökologische und spirituelle Ressource.
– Pan-Mongolismus – eine mögliche Variante und Gefahr für Asiens Stabilität?
– Genossenschaften in der Mongolei – Verbindung von Tradition und Modernisierung?
Basis: Teilnahme am 8. Kongress der Mongolenforscher im Sommer 2002 (sowie am 7. im Sommer 1997), Aufenthalt im russ. Altai, Recherche in Ulaanbaator und im Lande.

3. China ante Portas? Gibt es eine stille Invasion aus China in die Nachbarländer? Wohin führt Chinas wirtschaftliche Expansion? Kommt ein chinesisches Zeitalter?
Darunter fallen u.a. folgende Einzelthemen:
– Unterwegs in China – eine Reportage aus der chinesischen Provinz.
– Blagowéschjinsk – Porträt einer russischen Grenzstadt.
– Unterwegs an Russlands Grenzen zu China. Ist Russland ein Einwanderungsland?
– Brücke über den Amur? Chinesisch-russische Zukunft in Fernost?
Basis: Recherche entlang der russ.-chinesischen und russ.-mongolischen Grenzen. Teilnahme an Konferenzen zum Thema in Ulaanbaatar und Irkutsk, Gespräche in Ost-Instituten in Ulan-Ude, Blagowéschinsk, Wladiwostok u.a.

4. Euroasiatische Perspektiven – oder wie weit reicht Europa?
– Modell Europa oder Festung Europa? Europas Rolle im Prozess der Globalisierung.
– Wladiwostok – Fernost oder Vorposten Europas in Asien?
– Eurasien im Umbruch: Russland zwischen EU-Erweiterung und Shanghaier Union.
– Welt-Unordnung: Nach Moskau nun Washington? Fragen nach Richtung und Inhalt der Modernisierungskrise.
Basis (in Ergänzung zum oben schon Genannten): Gespräche in Moskau, Teilnahme an Konferenzen zu Fragen der Integration in Moskau, Russland und in der GUS.

5. Schließlich noch weitere Aspekte, die ich mit Vergnügen bei Ihnen realisieren würde:
– Gegenseitige Hilfe: Moral einer anderen Globalisierung. Befassung mit der notwendigen Einheit von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
– Das Leben nach der Privatisierung – Analyse der sozialen Strukturen am Beispiel Russlands, der G.U.S. und der Mongolei, die sich aus der Privatisierung ergeben, mit Ausflügen in andere Länder u.a.. auch des Westens.
– Attila – ein literarisch-musikalischer, politisch-historischer Ausflug entlang des im Westen bisher unbekannten tschuwaschischen Epos von “Atil und Kriemchilt”. (Tschuwaschen = Kinder Attilas, leben heute in der automen Republik Tschuwaschien an der Wolga)
– Tschingis Chan lebt – Identität in Zeiten der Globalisierung am Beispiel der Mongolei und seiner Nachbarn. Zur Rolle des (alt)mongolischen „Tengerismus“, des chinesischen Universalismus und des Buddhismus im euro-asiatischen Osten.
– Babuschkas Töchter – zur Lage und zur Rolle der Frauen in Russland
– Frauen in der Transformation: Neue Weiblichkeit – Rückschritt oder Fortschritt? Frauenbilder aus Russland und der Mongolei.
Basis: Forschungsreisen durch Russland seit 1983, seit 1997 auch durch die Mongolei, 2002 auch nach China; mehrere Bücher, Publizistik, Bildungsarbeit und diverse Projekte zu diesen Themen.

Schließlich auch noch:
Methoden der Selbstfindung im Chaos der Globalisierung:
Ein Experimentelles Seminar (Workshop) zu den archetypischen Figuren Pyramide, Labyrinth, Fraktal. Diesem Konzept liegen eine Reihe von Veranstaltungen zugrunde, die ich dazu in Russland schon durchführen konnte.

Alle Themen stützen sich auf Recherche und intensiven Gesprächen vor Ort, sind diskursiv und multimedial (einschl. Video) angelegt. Das letzte Thema hat zudem eine aktivitätsorientierte und spielerische Dimension.


Bitte nehmen Sie Kontakt für Absprachen auf:
info@kai-ehlers.de